0511660272 051195733208 info@kinderladen-edenstrasse.de

Pädagogisches Konzept (noch in Arbeit)

Vorläufige Fassung vom 16.12.2020

Allgemeines

Über uns

Der Kinderladen Edenstraße e.V. wurde 1971 gegründet und ist einer der ältesten Kinderläden von Hannover. In der Einrichtung werden 24 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren ganztägig betreut. 

Durch die zentrale Lage im Stadtteil List sind der Stadtwald Eilenriede, die zahlreichen umliegenden Spielplätze mit ihren verschiedenen Angeboten, die Läden der Lister Meile sowie die Bus- und Stadtbahnhaltestellen am Lister Platz gut zu Fuß zu erreichen. Viele Kinder wohnen in der unmittelbaren Umgebung des Kinderladens. Ebenso sind viele Grundschulen, Horte und Krippen nahe gelegen.

Räumlichkeiten

Der Kinderladen befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei. Die Einrichtung verfügt über einen kleinen Eingangsbereich, einen Toberaum, einen Bauraum mit Hochebene, einen Mal- und Bastelbereich, einen Sofaraum und einen kleinen Innenhof. Zusätzlich gibt es eine Küche mit Sitzecke sowie ein kleines Badezimmer.

Im Eingangsbereich stehen in einem Regal die Schuhkörbe für die Hausschuhe und darüber die Gummistiefel.

Direkt daran angeschlossen befindet sich der Kreativbereich. Hier können die Kinder im Freispiel und bei angeleiteten Angeboten mit verschiedenen Materialien malen, schneiden, kleben usw.

Im Flur befindet sich eine lange Garderobe mit 24 Schränkchen und Körben für die Wechselkleidung und persönlichen Dinge der Kinder.

Der vielfältig genutzte Sofaraum bietet Platz zum Vorlesen, Musik, Regale für Regelspiele, kleine thematische Angebote sowie die Tische und Stühle für den Morgenkreis und das Mittagessen.

Der kleine Toberaum verfügt über zahlreiche große und kleine Stoffbausteine, Matten, Decken und Kissen, die zum kreativen Bauen, Spielen, Entspannen und natürlich Toben genutzt werden können.

Im Bauraum haben die Kinder die Möglichkeit mit unterschiedlichen Materialien und Fahrzeugen zu konstruieren und zu spielen. Auf der im Raum befindlichen Hochebene finden die Kinder Verkleidungen, einen Einkaufsladen und/oder Kinderküche sowie kleine Matratzen, Wolldecken und Kissen zum Ausruhen und Entspannen.

Im Hinterhof befindet sich ein großer Sandkasten. Dieser ist in zwei Bereiche unterteilt. Der vordere Sandkasten bietet eine kleine Überdachung, die hintere Fläche ein Spielhaus, einen Pflanzbereich mit einer Natursteintreppe sowie eine Maltafel. Im angrenzenden Schuppen stehen verschiedene Spielmaterialien, Sandspielzeuge und Fahrzeuge für die Kinder zum Spielen bereit.

Raumgestaltung

Die Räume sind für die Bedürfnisse der Kinder eingerichtet. So gibt es niedrige Regale, Tische und Stühle, kindgerechte Toiletten und Waschbecken. Die Kinder können alle Dinge erreichen, die sie brauchen. Die Spiel- und Bastelmaterialien werden reduziert angeboten. Uns ist es wichtig eine Reizüberflutung zu vermeiden und eine intensive, konzentrierte Auseinandersetzung mit dem ausgewählten Angebot zu ermöglichen und zu fördern. In regelmäßigen Abständen tauschen, ergänzen oder erneuern wir die Materialien.

Das Schaufenster zur Straße dient oft als Aushängeschild des Kinderladens und wird regelmäßig von den Kindern kreativ gestaltet. Des Weiteren dient es als Galerie für die im Kinderladen entstandenen Bastelarbeiten, wie z.B. die bildnerischen und plastischen Kunstwerke oder jahreszeitlichen Werke, wie Laternen. Auch in den Räumen sind immer wieder die Arbeiten der Kinder ausgestellt.

Vereinsstrukturen

Träger der Einrichtung sind die Eltern der betreuten Kinder, die als Elterninitiative in einem gemeinnützigen Verein organisiert sind. Der Kinderladen zeichnet sich als Elterninitiative durch einen Kreis verlässlicher und engagierter Eltern aus. Die Elternschaft ist für die gesamte Organisation des Kinderladens verantwortlich. Die Einrichtung finanziert sich über die Förderung durch die Stadt und das Land Niedersachsen.

Die anfallenden Aufgaben teilen sich der Vorstand und verschiedene Arbeitsgruppen (Menschengruppe, Öffentlichkeitsgruppe, Räumegruppe und Finanzgruppe). Mit Beginn eines Kinderladenjahres werden diese Arbeitsgruppen neu zusammengestellt. Die verschiedenen Gruppen treffen sich alle sechs Wochen. Die Treffen dienen dem Informationsaustausch und der Verteilung der anfallenden Aufgaben.

Zusätzlich findet alle sechs Wochen ein Elternabend statt. Hier berichtet das Team der Erzieher über seine pädagogische Arbeit und die Arbeitsgruppen stellen der gesamten Elternschaft ihre Ergebnisse vor. Die gemeinsame Arbeit aller gewährleistet die verlässliche Entlastung des Einzelnen, denn meistens sind beide Elternteile berufstätig.

Eine große Unterstützung bildet die Kinderladen-Initiative, der Dachverband aller Elterninitiativen. Hier bieten Fachberater, die seit Jahren hauptberuflich Elterninitiativen betreuen, ein breit gefächertes und fachlich sehr fundiertes Beratungs- und Fortbildungsangebot für Eltern und pädagogische Kräfte an. Insbesondere erhalten die Eltern Hilfestellung in ihrer Rolle als Arbeitgeber: Zum Beispiel wird von der Kinderladen-Initiative die Gehaltsabrechnung für das Team erstellt.

Das Team

Die Betreuung der Kinder leistet ein vierköpfiges pädagogisches Team, derzeit bestehend aus zwei Erziehern, einer Erzieherin und einem Sozialassistenten. Von den Mitarbeiter*innen hat eine pädagogische Fachkraft die Leitungsfunktion. Im Alltag wird team- und ressourcenorientiert gearbeitet.

Zusätzlich bieten Honorarkräfte für alle Kinder Musik und alltagsintegrierte Sprachbildung (siehe Konzept Sprachbildung),sowie für die Vorschulkinder Rhythmik an.

Zudem ergänzen immer wieder ein*e Praktikant*in im freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) und ein Auszubildende*r der Fachschulen das Team.

Die Eltern springen als Unterstützung ein, wenn akut personelle Engpässe z. B. durch Krankheitsfälle entstehen.

Im hauswirtschaftlichen Bereich sind eine Köchin und eine Raumpflegerin tätig.

Kommunikation

Die Arbeitgeberfunktion des Kinderladens übernimmt die Elternschaft. Als deren Vertretung hält der vierköpfige Vorstand den Kontakt zum Team und ist Ansprechpartner für alle organisatorischen und arbeitsbedingten Belange der Beschäftigten. Einmal monatlich finden die Sitzungen des Teams mit dem Vorstand statt. Hier werden u.a. Fragen, Investitionen, neue Vorschläge und Grundsätzliches besprochen.

Auch in der Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischem Team ist  partnerschaftliches Arbeiten sehr wichtig. Der Umgang miteinander ist freundschaftlich und vertrauensvoll. Kinder wie Eltern duzen sich mit dem Team.

Die wöchentlichen Aktivitäten der Kinder werden auf einer Magnettafel im Eingangsbereich festgehalten. Weitere Informationen werden an den Pinnwänden im Garderobenbereich für alle zugänglich gemacht. Beim Bringen oder Abholen der Kinder bietet sich die Gelegenheit zum Gespräch mit anderen Eltern oder mit dem pädagogischen Team.

Darüber hinaus finden halbjährig ausführliche Elterngespräche statt, bei denen die Eltern fachliche Rückmeldungen zur Entwicklung ihres Kindes bekommen, sowie ihrerseits die Möglichkeit haben, spezifische Fragen zu ihrem Kind zu besprechen.

Auch die gemeinsamen Aktivitäten wie Laternenfest, Weihnachtsfeier und die zweimal jährlich stattfindenden Familien-Freizeiten auf dem Bückeberg ermöglichen viel Raum und Zeit zum Austausch.

Ein Tag im Kinderladen

Der Kinderladen ist montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Der Tagesablauf folgt einer festen Struktur, bietet jedoch ausreichend Möglichkeiten, die Kinderladenwoche vielfältig, interessant und situativ zu gestalten.

Der typische Tagesablauf

7:30 – 8:00 Uhr

Frühbringzeit (Sonderöffnungszeit)

8:00 – 8:50 Uhr

Bring-und Freispielzeit. Die Kinder und Eltern kommen in den Kinderladen. Die Kinder haben in dieser Zeit die Möglichkeit in der Küche zu frühstücken. Begleitet wird das Frühstück durch eine Fachkraft. Die Kinder können selbst entscheiden, wann und ob sie an diesem Frühstück teilnehmen möchten. Damit sie es beim Spielen nicht vergessen, werden die Kinder vom Team noch einmal daran erinnert.

9 Uhr

Morgenkreis / Musik / Rhythmik 

9:30 – 12:30 Uhr

Die Zeit im Tagesablauf bietet für die Kinder verschiedene Möglichkeiten: Freispiel, gezielt angeleitete Angebote in unterschiedlicher Form, Ausflug zu einem der Stadtteilspielplätze oder in die Eilenriede.

12:30 – 13:15 Uhr

Gemeinsames Mittagessen

13:30 – 13:45 Uhr

1. Abholmöglichkeit

13:45 – 15:00 Uhr

Freispielphase mit anschließendem gemeinsamen Aufräumen

15:00 – 16:00 Uhr

2. Abholmöglichkeit

Angebote

Neben den wöchentlichen pädagogischen Angeboten, wie Turnen, Rhythmik, Schulkinderprogramm (s. Vorschulkinder), Geschichtenstunde, Einkaufen und musikalische Früherziehung, gibt es besondere Aktivitäten. Dazu gehören jeweils einmal im Jahr der Schulkinderausflug, die Kinderladenfreizeit, die Fahrradtour, die Faschingsfeier, das Sommerfest, der Laternenumzug und die Weihnachtsfeier. Die Geburtstage der Kinder werden mit Ritualen gefeiert.

Zu den besonderen Highlights im Kinderladen gehören Kontakte zu Einrichtungen oder Betrieben, die für die Kinder von Interesse sind. So gibt es Besuche in der Stadtteilbücherei im Podbi-Park oder Ausflüge ins Museum, Kindertheater oder zum Stadtteilbauernhof.

Verpflegung

Das Essen im Kinderladen stammt aus überwiegend biologischem und/oder regionalem Anbau. Eingekauft wird in den fußläufigen Lebensmittelläden und Bäckereien sowie auf den nahen Wochenmärkten.

Das Frühstück im Kinderladen bietet frisches Obst und Gemüse, Joghurt, Müsli, Brot, Honig, Marmeladen aber auch Käse und Wurst. Getrunken wird vor allem Wasser. Zwischendurch werden als Snack (auch unterwegs auf dem Spielplatz) Getränke, Obst, Rohkost und Knäckebrot sowie Reis-/Maiswaffeln angeboten.

Täglich frisch wird das Mittagessen von einer Kochkraft im Kinderladen zubereitet. Neben Fisch- und Fleischgerichten stehen aber auch vegetarische oder vegane Gerichte auf dem Speiseplan. Dabei beachten wir die Allergien und Unverträglichkeiten. Freitags findet das pädagogische Kochen des Mittagessens der Eltern für die Kinder und das Team statt.

Pädagogisches Profil

Alle Kinder sind eigenständige, einzigartige und wertvolle Persönlichkeiten, mit denen respektvoll umgegangen wird. Wir möchten jedes Kind in seiner individuellen Lebensgeschichte annehmen. Das heißt, es wird mit seinen Stärken, Fähigkeiten, Schwächen und Bedürfnissen wahr- und angenommen. Zum Wohle des Kinderschutzes und der Einhaltung unseres Schutzauftrages richten wir unser Handeln nach §8a/72a SGB VIII.

Die Grundsätze für unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern stammen aus verschiedenen theoretischen Ansätzen, die sich im täglichen Handeln bewährt haben. Wir arbeiten im Kinderladenalltag u.a. situations- und lebensweltorientiert. Oft lassen sich aus der Situation heraus bessere Lerneffekte erreichen als über die abstrakte Belehrung.

Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und eigenes Tempo, in dem seine Entwicklung stattfindet. Das Kind lernt sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen kennen. Im Kinderladen sind die Spielmaterialien und Angebote so gewählt, dass sie das Kind zur Auseinandersetzung auffordern und möglichst viele Facetten und Erfahrungsbereiche seiner Persönlichkeit ansprechen. Sowohl im Freispiel als auch in den Angeboten und Projekten wird das Kind angeregt selbsttätig eigene Strategien und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Stärken des Kindes und nicht auf die Schwächen, da dies das Lernverhalten positiv beeinflusst. Wir unterstützen die individuellen Bedürfnisse der Kinder, berücksichtigen den eigenen Rhythmus und das eigene Vermögen, sich weiterzuentwickeln.

Dazu gehört auch die kindliche psychosexuelle Entwicklung (siehe Konzept Kindliche Sexualität/pädagogische Haltung/Handeln). Zu einer sozial-emotionalen Persönlichkeitsentwicklung gehört das Entdecken der eigenen Sexualität dazu. Deswegen ist es wichtig, ein positives Körpergefühl zu entwickeln, die eigene geschlechtliche Identität/Rolle zu finden oder Fragen zum eigenen Körper oder Sexualität stellen zu dürfen. Dabei gelten im Kinderladen feste Regeln, die das Wahrnehmen der eigenen Grenzen sowie die Grenzen der Anderen ermöglichen sollen. Sie dienen aber auch dem Schutz des Einzelnen und geben den Rahmen zum angstfreien Erleben im gemeinsamen Spiel der Kinder. Daher beobachtet das Team aufmerksam die Freispielaktivitäten der Kinder, um so Einblicke in die vielschichtigen Themen, die die Kinder aktuell beschäftigen, zu gewinnen. Die Kinder erleben und gestalten ihren Alltag in einer altersgemischten Gruppe. Aus dieser Vielfalt von Persönlichkeiten entsteht dann die Gruppe des Kinderladen Edenstraße, in der jeder akzeptiert wird und seinen Platz hat.

Die Kinder machen andere Erfahrungen als in der Familie, erleben neue soziale Strukturen und lernen sich darin zurechtzufinden. Die Familie und der Kinderladen sind zwei unterschiedliche Lebensräume, mit jeweiligen Regeln und Grenzen. Für das Wohlbefinden der Kinder ist es wichtig, dass beide Welten zueinander finden und in Beziehung stehen. Wir knüpfen also an ihre in der Familie erworbenen Fähigkeiten an, indem sie diese im Kinderladen mit einbringen können. Die Kinder haben durch das Leben im Kinderladen die Möglichkeit, sich ein wenig vom Elternhaus zu lösen. Sie entwickeln ihre Identität und Eigenständigkeit weiter. So können ihr Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen sowie das Vertrauen in andere gestärkt werden. Die Kinder erleben den Kinderladen als eine Art zweites Zuhause, wo sie sich entfalten und entwickeln können.

Die verschiedenen Persönlichkeiten im Team zeigen dem Kind, dass Erwachsene in ihrem Verhalten unterschiedlich sein können. Das Kind hat die Möglichkeit, sich seine Bezugsperson/en auszusuchen und eine emotionale Beziehung aufzubauen. Alle Kinder werden von uns begleitet, ihre individuellen Charaktere, Begabungen und Besonderheiten wahrgenommen. Jedes Kind hat Anspruch auf Schutz, Geborgenheit und Förderung. Der Kinderladen ist ein Ort der Vielfalt. Aufgrund der gegebenen Räumlichkeiten und Strukturen sind wir zwar keine integrative Einrichtung mit heilpädagogischer Förderung, dennoch ist uns eine individuelle Begleitung der Kinder wichtig. Ebenso teilen wir den Gedanken, dass ein Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen unterschiedlichen Alters, Kultur, Religion, mit und ohne Behinderung selbstverständlich ist.

In dieser Atmosphäre des mit- und voneinander Lernens kann sich das Kind der Gruppe zugehörig fühlen und diese durch seine Person und sein Handeln ergänzen. Es hat das Recht, alles zu fragen, zu lernen und sich auszuprobieren. Durch die regelmäßigen Gruppenaktionen erlebt sich jedes Kind als Teil der Gesamtgruppe und lernt durch den Alltag das Zusammenleben in einer Gemeinschaft. Zudem lernt es im Gruppengeschehen seine Wünsche zu erkennen, im Rahmen seiner Fähigkeiten zu äußern und für seine Bedürfnisse einzustehen. Durch die Interaktion der Kinder untereinander werden vielfältige kognitive, soziale und emotionale Kompetenzen erworben. Somit kann jedes Kind seine vorhandenen Kompetenzen im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung erweitern.

Bildungsarbeit

Im Kinderladen haben die Kinder die Möglichkeit, Erfahrungen in verschiedenen Lernbereichen zu machen. Dabei entwickeln sich die Fähigkeiten und Persönlichkeiten der Kinder. Jeder Einzelne setzt sich selbsttätig und handelnd mit seiner Umwelt auseinander. Die jeweiligen Lernbereiche werden nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern sind miteinander verknüpft. Bildung und Lernen geschieht sowohl im Freispiel als auch durch angeleitete Angebote und Projekte.

Grundlage unserer Arbeit ist der niedersächsische Bildungs- und Orientierungsplan, der mit seinen verschiedenen Bereichen ganzheitliches Lernen ermöglicht. Wir planen Angebote, Aktionen und Projekte in folgenden Bereichen:

  • Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
  • Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen
  • Körper – Bewegung – Gesundheit
  • Sprache und Sprechen
  • Lebenspraktische Kompetenzen
  • Mathematisches Grundverständnis
  • Ästhetische Bildung
  • Natur und Lebenswelt, ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz

Dem Freispiel wird bei uns viel Zeit eingeräumt, da die eigenständige Gestaltung des Spielablaufes die Selbstwirksamkeit der Kinder fördert. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich unbeobachtet zu fühlen, um eigene Erfahrungen zu machen. Dies ist einer der Schwerpunkte unseres pädagogischen Konzeptes. Ebenso die Aktivitäten im Freien sind fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Wöchentliche Ausflüge finden zum Beispiel in die Eilenriede oder die zahlreichen nahe gelegenen Spielplätze statt. Dadurch lernen die Kinder, sich in der nahen Wohnumgebung zu orientieren und entwickeln zudem grundlegende Kompetenzen, um sich im Straßenverkehr zu bewegen. Sie achten aufeinander und sorgen dafür, dass neue Kinder sich schnell zurechtfinden.

Über das Freispiel und die Angebote hinaus bietet der Alltag im Kinderladen viele Möglichkeiten zum Lernen, insbesondere im Bereich der Selbstbestimmung und Entscheidungsfähigkeit. Gute Beispiele hierfür sind das „rollende“ Frühstück, Geschichtenstunde und die Freiwilligkeit an einem Angebot teilzunehmen. Die Kinder können größtenteils selbst entscheiden, wo und mit wem sie spielen oder ob sie sich lieber zurückziehen möchten. Durch die Selbstbestimmung wird der Horizont, praktische Intelligenz, und die Charakterstärke der Kinder kontinuierlich erweitert. Sie erfahren aber auch, was es heißt, verbindliche Absprachen einzuhalten.

Das Wochenprogramm enthält neben den täglich wiederkehrenden Ritualen, Angeboten und Aktionen auch reichlich planfreie Zeit. Der Grundsatz „weniger ist mehr” hat sich bei der Programmgestaltung bewährt. Im Kinderladenalltag bleibt immer die Möglichkeit, spontan auf die Ideen der Kinder oder auf besondere Situationen in der Gruppe zu reagieren. Die Gruppenregeln erleichtern das Miteinander, bieten den Kindern Halt, Orientierung und beugen Unfälle vor. Diese Gruppenregeln werden den Kindern erklärt. Bei Konflikten achten wir auf die lösungsorientierte Herangehensweise. Das Team sucht mit den Kindern gemeinsam einen Weg zur Klärung. Die Erzieher greifen jedoch in das Geschehen ein, wenn ein Kind zu Schaden kommen könnte. Grundsätzlich werden die Kinder jedoch angeleitet, begleitet und ermutigt, ihre Konflikte selbständig sowie gewaltfrei zu lösen.

Die aus dem Freispiel gewonnenen Erfahrungen lassen wir in die Planung und Ausarbeitung zielgerichteter Angebote einfließen. Mitunter ergeben sich jahreszeitliche Themen oder es werden Vorschläge von Eltern umgesetzt. Zu unserer Bildungsarbeit gehören auch Kurzprojekte, die sich über einen Zeitraum von wenigen Tagen einem bestimmten Thema widmen. In regelmäßigen Abständen werden die Angebote des Kinderladens unter ein bestimmtes Rahmenthema gestellt und über einen längeren Zeitraum entsprechende Angebote durchgeführt. Dabei beachten wir die Altersgruppe sowie individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder. Wir möchten Voraussetzungen für ein ganzheitliches Lernen im Kinderladen schaffen. Wir geben jedem Kind Raum und Zeit für seinen individuellen Entwicklungs- und Erfahrungsprozess:

  • Dem Kind wird entsprechend seines Alters und Entwicklungsstandes vielfältiges Spielmaterial angeboten und eine anregende Umgebung gestaltet, um den Forschungs- und Entdeckungsdrang herauszufordern.
  • Das Team ist Begleiter und Impulsgeber in Entwicklungsprozessen. Durch Beobachtung nehmen wir die Interessen und Bedürfnisse des Kindes wahr und setzen entsprechende Angebote sowie geplante Projekte um.
  • Das Grundrecht des Kindes auf Mitbestimmung (Partizipation) ist uns sehr wichtig, z.B. bei der Gestaltung des Alltags und bei der Planung eines Projektes.
    Durch die Mitbestimmung wird das Kind in seiner Freude und seinem Interesse am Lernen unterstützt. Zusätzlich werden die Kommunikation und das soziale Miteinander gefördert.

Die gezielten Angebote bieten dem Team u.a. die Möglichkeit eine genauere Einschätzung der Interessen, Stärken und Schwächen der einzelnen Kinder zu ermitteln. Daraus kann sich ein individueller Förderbedarf ergeben. Vor allem Kinder, denen das Erlernen von neuen Spielen oder die Anpassung an unbekannte Situationen schwerfällt, können auf diese Weise unterstützt werden:

  • Wir ermöglichen jedem Kind eine aktive Teilnahme in allen Bereichen und Angeboten des Kinderladens. Besondere Beachtung erhalten die Vorlieben und Interessen des Kindes, dadurch wird das Kind in seiner Persönlichkeit gestärkt und in seinem Lernverhalten positiv unterstützt.
  • Wir ermöglichen jedem Kind eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Dadurch wird das Kind in seiner Entwicklung zu einem selbstständigen und selbstbewussten Menschen gefördert.
  • Wir ermöglichen jedem Kind die Teilnahme an Aktivitäten der Gemeinschaft. Jedes Kind erfährt mit seinen individuellen Fähigkeiten Teilhabe und Einfluss in der Gruppe. Dadurch werden die sozialen und emotionalen Kompetenzen des Kindes gefördert.
  • Wir ermöglichen jedem Kind Freude und Selbstbestätigung bei der Lösung von Aufgaben zu erleben. Durch eine individuelle ressourcenorientierte Förderung wird das Kind in seinem Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Dies ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen.

Bereits in der Eingewöhnungszeit sprechen wir über die Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen des Kindes, um diese im Alltag zu berücksichtigen. Grundlage für die folgenden Entwicklungsgespräche sind Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sowie ein kontinuierlicher Austausch innerhalb des Teams. Lassen die Entwicklungsschritte des Kindes eine erhöhte Förderung vermuten, können wir bei Bedarf Kontakte zu unterschiedlichen Beratungseinrichtungen vermitteln und über aktuelle Beratungs-, und Therapieangebote informieren. Darüber hinaus ist uns ein stetiges Feedback in Tür- und Angelgesprächen wichtig. Ein gemeinsamer Blick auf den erlebten Alltag, die Bedürfnisse und Interessen wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus.

Eingewöhnung im Kinderladen

Eine der wichtigsten Phasen in der Kinderladenzeit ist für die Kinder und ihre Eltern natürlich die Eingewöhnung, welche auch gleichzeitig den Beginn der Kinderladenzeit darstellt.
Wir haben uns für diese Phase ein Modell erarbeitet, welches für alle Beteiligten ein besonderes Maß an Sensibilität und Verständnis zeigt. Dabei haben wir uns vor allem am sogenannten „Berliner Eingewöhnungsmodell“ (vgl. https://www.kita-fachtexte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/KiTaFT_Braukhane_Knobeloch_2011.pdf) orientiert und dieses an unsere Rahmenbedingungen angepasst. In erster Linie erfolgte die Anpassung natürlich im Hinblick auf das Alter der Kinder, da das Berliner Modell vor allem für die Eingewöhnung in Krippen entwickelt wurde.
Zunächst einmal ist es uns besonders wichtig, dass jedes Kind bei uns die Chance bekommt, in seinem eigenen Rhythmus und mit seinen eigenen Fähigkeiten bei uns anzukommen und die Wertschätzung zu erfahren, die es benötigt, um zu seinen zukünftigen Erziehern eine vertrauens- und liebevolle Beziehung aufzubauen. Dies stellt für uns das Fundament einer zukünftigen Bildungspartnerschaft mit jedem Kind und natürlich seinen Eltern dar. Ganz besonders die ersten Wochen in der für das Kind neuen Umgebung tragen maßgeblich dazu bei, wie wohl sich das Kind in der Zukunft in seinem Kinderladen fühlt.

Dazu haben wir ein Leitmodell entwickelt, das die Rahmenbedingungen für die ersten Wochen bei uns definiert. Je nachdem wie das Kind auf diese Rahmenbedingungen reagiert, können wir aber jederzeit auch von diesen, natürlich in Absprache mit den Eltern, abweichen, um so die Phase zu beschleunigen oder zu verlangsamen.

Diese Rahmenbedingung setzen sich aus 4 Eckpunkten zusammen:

1. Bezugserziehermodell
2. Zwei Eingewöhnungskinder pro Woche
3. Dauer der Eingewöhnung
4. Schrittweise Steigerung der Betreuungszeit

Diese vier Eckpunkte sollen nun im Anschluss genauer erläutert werden.

Bezugserziehermodell

Im Kinderladen arbeiten wir für alle Kinder (bzw. Familien) mit einem so genannten Bezugserziehermodell. Das bedeutet, dass jedes Kind (Familie) einen festen Erzieher aus dem pädagogischen Team bekommt, der oder die es (sie) während der gesamten Kinderladenzeit vorrangig betreut. Dies wirkt sich u.A. auf die regelmäßigen Entwicklungsgespräche aus, die von den Eltern mit dem jeweiligen Bezugserzieher geführt werden, aber eben auch (und vor allem) auf die Eingewöhnung.
Am ersten Tag werden die neuen Kinder von ihrem zukünftigen Bezugserzieher morgens begrüßt und werden in den kommenden Tagen vor allem zu diesem eine Beziehung aufbauen. Der Bezugserzieher wird für das Kind jederzeit erreichbar sein und gibt ihm einen sicheren Rahmen vor, in welchem das Kind sich frei bewegen kann, um seine neue Umgebung zu entdecken. Gleichzeitig wird der Bezugserzieher natürlich auch für die Eltern des Kindes da sein, um Fragen zu beantworten oder natürlich den weiteren Verlauf sowie die bisherigen Erfolge der Eingewöhnung zu besprechen.
Bei der Festlegung der Bezugserzieher gehen wir vor allem nach der Verfügbarkeit der Erzieher in der jeweiligen Zeit vor, beachten aber auch andere Aspekte, wie z.B. uns bekannte Interessen des Kindes oder ob das Kind bereits einen Geschwister bei uns hat und somit schon ein Bezugserzieher für die Familie definiert ist. Zudem ist es natürlich auch jederzeit möglich, dass der Bezugserzieher wechselt, sollte dies aus bestimmten Gründen notwendig sein.
Uns ist es dabei wichtig, dass der Bezugserzieher den erforderlichen Freiraum hat, sich intensiv um das neue Kind und seine Eltern zu kümmern. Dies führt automatisch zum zweiten Punkt unserer Rahmenbedingung.

Zwei neue Kinder pro Woche

Um die in 1. genannten Aspekte sicherzustellen, können wir pro Woche lediglich zwei neue Kinder eingewöhnen. Während der Eingewöhnungsphase möchten wir gewährleisten, dass die Bezugserzieher die Möglichkeit haben, sich zu 100% auf die neuen Kinder zu konzentrieren.
Diese Phase ist für alle Fachkräfte eine große Herausforderung, der wir mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit begegnen möchten. Jede Fachkraft startet in einem zwei-Wochen-Rhythmus mit neuen Eingewöhnungen, was vor allem in den späteren Wochen (abhängig von der Anzahl an neuen Kindern) eine große Herausforderung ist. Einerseits benötigen hier natürlich die bisher eingewöhnten Kinder viel Aufmerksamkeit , gleichzeitig wollen wir natürlich auch den älteren Kindern gerecht werden. Daher ist es uns auch wichtig, bereits nach einigen Tagen die neuen Kinder zum Kontakt zu den anderen Fachkräften zu ermutigen.
Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen aber, dass dies in den allermeisten Fällen ohnehin automatisch geschieht und gut funktioniert, da unser offenes und zwangfreies Konzept die Kommunikation untereinander fördert und somit Beziehungen stärkt.

Dauer der Eingewöhnung

Im Rahmen unseres Eingewöhnungsmodells planen wir pro Kind eine Eingewöhnungszeit von ca. 2 Wochen (10 Tage in Betreuung) ein. Die Zeit ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Woche findet vor allem die Kontaktaufnahme und der Beziehungsaufbau zur eingewöhnenden Fachkraft statt, während in der zweiten Woche vor allem die längeren Betreuungszeiten sowie das Verständnis von „Kinderladen als Alltag“ im Fokus stehen.
In der ersten Phase ist eine stetige Verfügbarkeit und zeitweise Anwesenheit der begleitenden Bezugsperson des Kindes unabdingbar. Für jedes Kind sind die ersten Wochen im Kinderladen eine große sozial-emotionale Herausforderung. Grade in den ersten Tagen aber, ist es für das Kind von essentieller Bedeutung, dass eine sicher gebundene Bezugsperson in der Nähe ist. Diese Person sollte im Idealfall ein Elternteil sein, möglich ist aber natürlich auch ein anderes (volljähriges) Familienmitglied oder auch Freunde der Familie, sofern diese eine feste und sichere Bezugsperson für das Kind darstellen. Die Bezugsperson stellt in dieser Woche für das Kind eine Art „sicheren Hafen“ dar, zu dem es sich jederzeit zurückziehen kann, wenn es unsicher wird oder aus einem anderen Grund das Bedürfnis verspürt sich zu einer ihm vertrauten Person zurückzuziehen.
In der zweiten Woche hat das Kind im Idealfall bereits eine gute Beziehung zur Fachkraft aufgebaut, weshalb hier in der Regel keine dauerhafte Verfügbarkeit mehr gewährleistet werden muss. Jedoch brauchen alle Kinder unterschiedlich lange für diesen Prozess, weshalb wir allen empfehlen, sich auch in der zweiten Woche noch darauf einzurichten, dass sie möglicherweise benötigt werden.

Schrittweise Steigerung der Betreuungszeit

Unser Eingewöhnungsmodell sieht eine schrittweise Steigerung der Betreuungszeit vor. Das Bedeutet, dass die Kinder im Rahmen der Eingewöhnung auch auf unsere reguläre Öffnungszeit vorbereitet werden. In Praxis bedeutet dies, dass die Kinder jeden Tag etwas mehr Zeit im Kinderladen verbringen. Am ersten Tag planen wir eine Zeit von etwa 3-4 Stunden ein, während derer sich die begleitende Bezugsperson dauerhaft in den Räumlichkeiten aufhält. Im Laufe der ersten Woche wird sich die Begleitperson dann immer wieder für anfangs kurze und später längere Zeiträume aus den Räumlichkeiten zurückziehen. Dies geschieht immer in Absprache mit dem Kind. Während der ersten Woche planen wir zunächst nur mit einer Betreuungszeit bis maximal 12:00 / 12:30 Uhr. Ab der zweiten Woche kann das Kind dann auch am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen, welches immer zwischen 12:30 / 12:45 Uhr startet. Je nach Kind weiten wir dann die Betreuungszeit bis in den Nachmittag aus. Ziel ist es natürlich, dass das Kind so bald wie möglich bis zur regulären Abholzeit (15-16 Uhr) im Kinderladen bleiben kann (und möchte). Jedoch sollte die Anstrengung, die dieser lange Zeitraum für das Kind bedeutet, nicht unterschätzt werden. Daher ist die schrittweise Steigerung der Betreuungszeit für uns von großer Bedeutung.

Insgesamt stellen alle diese Punkte einen groben Rahmen dar. Da wir jedes Kind mit seinen eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten annehmen, werden wir natürlich den Verlauf immer individuell anpassen und einzelne Vorgehensweisen anpassen. Dies kann dazu führen, dass einzelne Eingewöhnungen schneller oder auch langsamer verlaufen. Für unsere Fachkräfte ist dabei von großer Wichtigkeit, dass sich das Kind zu jedem Zeitpunkt wahr- und ernst genommen fühlt. Denn nur so kann es eine vertrauensvolle Beziehung zu den Fachkräften aufbauen und somit den Grundstein für eine fröhliche Kinderladenzeit mit vielen positiven Erlebnissen und Erfahrungen legen.

Vorschulkinder

Mit Start des letzten Kinderladenjahres erleben die Vorschulinder eine Phase der Neuorientierung und Findung. Auch wenn sich die Kinder bereits lange kennen, jetzt gehören sie zu den „Großen” und nehmen daher im Kinderladen eine neue Rolle ein. Viele kleine Veränderungen im Alltag lassen die Kinder ihre neuen Rollen finden und stärken zudem das Zugehörigkeitsgefühl zur Vorschulgruppe.

Bildung bedeutet für uns Lernen auf ganzheitlicher Ebene. Mit Beginn der Kinderladenzeit fängt also die Vorbereitung auf die Schule an. Im Vordergrund steht dabei das lebensweltorientiert alltägliche Lernen. Für die Kinder, die ihr letztes Jahr vor der Einschulung im Kinderladen verbringen, gibt es dennoch zusätzliche Angebote und Aktionen (u.a. Rhythmik, Projekte, Ausflüge). Die jeweiligen altersgerechten Angebote und Projekte werden auf die aktuelle Kindergruppe thematisch abgestimmt. Je nach Kinderzahl wird dann in Kleingruppen oder der Gesamtgruppe gearbeitet.

Grundlage bei unserer Planung der Angebote sind die verschiedenen Lernbereiche, die im niedersächsischen Bildungs- und Orientierungsplans aufgezählt und erläutert werden.

  1. Sozial-emotionale Entwicklung, die sich auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung und des sozialen Lernens und Miteinanders vollzieht.
  1. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen, die den Schwerpunkt auf Lernstrategien und Problemlösungskompetenzen legt. Ziel ist es auch, sich aufmerksam auf Aufgaben zu konzentrieren und Handlungsplanung zu erlangen.
  1. Mathematisches Grundverständnis, bei dem die Kinder erste Erkenntnisse in der Formenlehre und des logischen Denkens erfahren.
  1. Ästhetische Bildung mit Musik, Tanz, bildnerischen und kreativen Gestalten. Dabei setzen sich die Kinder mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinander.
  1. Sprache und Sprechen, durch das Erleben von Kommunikationsregeln und Gesprächen erfahren die Kinder wichtige Kompetenzen zur Kommunikation und Aneignung von Wissen.
  1. Lebenspraktische Kompetenzen, die die selbstständige Versorgung durch viele Tätigkeiten im täglichen Leben anregen.
  1. Körper, Bewegung und Gesundheit: Bewegung ist das Tor zum Lernen. Durch Wahrnehmung und Motorik wird die Beweglichkeit des Gehirns aufgebaut und gefördert, die wichtig für ein erfolgreiches Lernen ist.
  1. Natur und Lebenswelt, die durch die Begegnung mit der Natur den Erfahrungsschatz, den natürlichen Forschungs- und Entdeckungsdrang der Kinder erweitert. 
  1. Ethische und religiöse Fragen, die den Kindern helfen, Wertmaßstäbe zu entwickeln, zu philosophieren, zu hinterfragen, die Orientierung bieten und Grundlage für soziale Gesellschaftsformen sind.

Das Vorschulprogramm ist ein dynamischer Prozess, in dem die Kinder an das Einhalten von Verbindlichkeiten und konzentriertes Arbeiten herangeführt werden sollen. Im Vordergrund steht dabei die Freude und Neugier der Kinder am Lernen zu stärken und gemeinsam Herausforderungen und Aufgaben zu bewältigen, in dem jeder seine Ressourcen mit einbringen kann.

In der Regel geben wir die Inhalte der Projekte und Angebote vor. Uns ist es jedoch wichtig auf die Ideen und Themen der Kinder, die in den Treffen entstehen, einzugehen und diese in der weiteren Planung der Angebote aufzugreifen.

Ein beispielhafter Schwerpunkt ist das Thema „Schule“. Während dieser Projekteinheit gehen wir auf mögliche Sorgen, Ängste, Verunsicherungen und Fragen („Warum gibt es die überhaupt?“, „Kenne ich da Jemanden?“, „Was macht man da?“, „Wer hilft mir, wenn ich Hilfe benötige?“…) im Hinblick auf den kommenden Schulstart ein. Ziel ist es, die Kinder emotional zu stärken und auf das Ende der Kinderladenzeit vorzubereiten.